Kyoto: halalfreundlich essen in Japans alter Hauptstadt
Kyoto muss man kaum vorstellen: der goldene Pavillon des Kinkaku-ji, die zinnoberroten Torii-Tore von Fushimi Inari, die hölzerne Bühne des Kiyomizu-dera und die Bambushaine von Arashiyama ziehen Reisende aus aller Welt an. Das schachbrettartige Stadtzentrum ist kompakt, die historischen Gassen von Gion und das Ufer des Kamo-Flusses liegen dicht an den wichtigsten Ausgehvierteln, und von Osaka wie vom Flughafen Kansai International ist die Stadt bequem mit dem Zug zu erreichen. Die Präfektur selbst reicht bis an die Küste des Japanischen Meers bei Kyotango und Amanohashidate.
Was Kyoto auf Halal Gourmet Japan auszeichnet, ist die Tiefe seiner japanischen Küche. Zu den Einträgen gehören ein traditionsreiches Kappo-Restaurant, 1928 am Kamo-Fluss gegründet, das als halal-zertifiziert geführt wird und halal Kyoto-Kaiseki serviert; ein Lokal nur mit Reservierung, das seinen Tofu selbst herstellt und sein Yudofu-Menü als seine Halal-Variante beschreibt; ein Restaurant in Arashiyama in Gehweite der Togetsukyo-Brücke und des Tenryu-ji, das sein Wagyu-Hitsumabushi nach eigenen Angaben aus halal-zertifiziertem Rindfleisch zubereitet; ein Teppanyaki-Grill wenige Gehminuten vom Kiyomizu-dera, der sein Wagyu eigenen Angaben zufolge von einem halal-zertifizierten Lieferanten bezieht; und ein Sukiyaki-Restaurant mit halal Wagyu, bei dem jeder Gast seinen eigenen Topf bekommt.
Ramen ist eine weitere Stärke Kyotos: von einem Ramen-Lokal, das als halal-zertifiziert geführt wird, und Schüsseln, die die Läden als mit halalem A5-Wagyu belegt beschreiben, bis zu einem Kochkurs, in dem man seine Nudeln selbst aus Mehl knetet. Über die japanische Küche hinaus reicht das Spektrum von einem türkischen Restaurant, das die Tradition der osmanischen Hofküche fortführt, und handgezogenen Lanzhou-Rindfleischnudeln eines muslimischen Kochs bis zu südindischer Kerala-Küche, unkomplizierten indonesischen Gerichten und veganfreundlichem Gelato. An der Küste des Japanischen Meers in Kyotango gibt es sogar ein Gasthaus mit Gebetsraum, das saisonale Meeresfrüchte frisch aus dem Hafen serviert.
Zum Gebet umfassen Kyotos Einträge Moscheen wie Kyoto Masjid, Kyoto Central Masjid und Masjid Al-Huda sowie Gebetsräume in der Burg Nijo, im Arashiyama Muslim Prayer Room, im Kyoto International Community House (kokoka) und im Kyoto-Museum für traditionelles Kunsthandwerk – Gebetszeiten lassen sich so leicht zwischen Tempelbesuche und Besichtigungen legen.
Schlemmen Sie sich die Gassen vom Kiyomizu-dera hinauf Richtung Gion, spazieren Sie durch den Bambushain von Arashiyama und lassen Sie den Abend beim Essen rund um Shijo-Kawaramachi ausklingen. Mit der Karte von Halal Gourmet Japan finden Sie Restaurants, Moscheen und Gebetsräume in der Nähe jeder Station und stellen sich eine Kyoto-Reise zusammen, in der Essen und Gebet beide ihren Platz haben.
Inhalt geprüft am 20. August 2026